Diagnose Darmkrebs

Darmkrebs ist weltweit einer der häufigsten Krebserkrankungen. Allein in Deutschland erkranken jährlich ca. 66.000 Menschen an dieser Erkrankung. Im Laufe ihres Lebens erkranken in Deutschland zurzeit etwa 5 von 100 Menschen an Darmkrebs, also jeder Zwanzigste. Sowohl für Frauen wie auch für Männer stellt der Dickdarmkrebs damit die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland dar, zusammengenommen sogar die Häufigste!

Dabei kann Darmkrebs heute durch Früherkennung nahezu komplett verhindert bzw. geheilt werden.

Adenokarzinom des Rektums

Beschwerden (Symptome) der Erkrankung treten allerdings häufig erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Um einen Tumor möglichst frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungsaussichten wesentlich zu erhöhen, sollten deshalb auch harmlos erscheinende Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, wie z.B. Bauchkrämpfe, Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall sowie Änderungen der Stuhlgewohnheiten ernst genommen werden. Vor allem Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier darf nicht einfach auf vermeintliche Hämorrhoiden zurückgeführt werden, solange ein Darmkrebs nicht ausgeschlossen wurde.

Im Unterschied zu anderen Tumorarten ist es beim Dickdarmkrebs sogar in den meisten Fällen möglich, diesen an seinem Ausbruch zu hindern. Das liegt an der langsamen Entstehung dieses Tumors über Vorstufen (Polypen), die teilweise jahrelang wachsen, ohne Beschwerden zu verursachen. Diese Polypen können aber durch eine rechtzeitig durchgeführte Darmspiegelung (Koloskopie) frühzeitig vor einer möglichen Entartung entdeckt und auch gleichzeitig entfernt werden.

Ausserdem ist die Vererblichkeit des Dickdarmkrebses mittlerweile nahezu vollständig erforscht. Dadurch können die betroffenen Familien besser beraten und vor der Erkrankung bewahrt werden.

Zum Glück konnten in den letzten Jahren Fortschritte nicht nur im Bereich der Vorsorge und Früherkennung erzielt werden, sondern auch in der Behandlung selbst fortgeschrittener Fälle.

So kommen heute modernere Operationstechniken und effektivere, aber auch verträglichere Verfahren sowohl bei Chemo- als auch Strahlentherapie - sofern erforderlich - zum Einsatz. Letztlich verbessert auch eine optimierte Nachsorge die Aussichten auf dauerhafte Heilung.